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Albert Schweitzer

– Friedensnobelpreisträger, Musiker, Arzt und Wissenschaftler –

 

Kurzbiographien :

 

  • Geboren: 14. Januar 1875 Kaysersberg (Elsass)
  • Gestorben: 4. Sept. 1965 in Lambarene (Gabun, Westafrika)

 

Albert Schweitzer wurde als zweites Kind in einer Pfarrersfamilie in Kaysersberg geboren. Einige Monate nach seiner Geburt zog die Familie nach Günsbach, wo Alberts Vater bis zu seinem Tod als Pfarrer tätig war. Am 18. Juni 1893 legte er in Mühlhausen sein Abitur ab. Als Kind erhielt er eine sehr gute musikalische Ausbildung, welche die Grundlage für sein späteres, hervorragendes Orgelspiel bildete.

 

Von 1893 – 1898 studierte er Theologie und Philosophie in Straßburg, Paris und Berlin. Die Studienzeit wurde 1894 für ein Jahr unterbrochen, da er sein Militärjahr ablegen musste. Ab Oktober 1898 erhielt er Musikunterricht (Orgel, Klavier) bei Charles Marie Widor (1844 – 1937) in Paris. 1899 promovierte er in Philosophie und 1900 in Theologie. 1902 habilitierte er in Theologie in Straßburg, wo er danach als Privatdozent tätig war. Von 1903 bis 1906 war er Direktor des Stifts St. Thomas in Straßburg.

 

1905, im Alter von 30 Jahren, entschloss er sich Medizin zu studieren; er wollte Missionsarzt werden. Im November 1911 beendete er erfolgreich sein Studium und im Juni 1912 heiratete er Helene Bresslau. Im Februar 1913 promovierte er in Medizin. Kurze Zeit später ging er mit seiner Frau nach Afrika in den kleinen Urwaldort Lambarene, und er baute dort aus eigenen Mitteln ein Tropenhospital mit Leprastation. Sein Ziel war, die Not und Krankheit der dort lebenden Menschen zu lindern. Finanziert wurde das Hospital durch Spenden sowie Schweitzers Publikationen, Vorträgen und Orgelkonzerten in Europa.

 

Albert Schweitzer publizierte grundlegende Werke zur Theologie, Religionsphilosophie und Musikgeschichte. Er war ein ausgezeichneter Orgelspieler und vorzüglicher Kenner und Interpret Johann Sebastian Bachs (1685 – 1750). Im Laufe seines Lebens erhielt er weltweit zahlreiche Auszeichnungen, Preise und Ehrenpromotionen. Unter anderen 1928 den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main, 1951 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 und er war Träger des Ordens Pour le mérite.

 

Albert Schweitzer strebte unaufhörlich nach Wahrheit, Frieden, Freiheit und Menschlichkeit. Er setzte sich für verfolgte und bedrohte Menschen eine und erhob immer wieder lautstark seine Stimme gegen den Wahnsinn des Wettrüstens und gegen die Atomkriegsgefahr.

 

Am 4. September 1965 starb Albert Schweitzer. Er wurde 90 Jahre alt.

 

Bildinformation: 1955, Deutsches Bundesarchiv, unter der Creative Commons Lizenz

Albert Schweitzer, Deutsches Bundesarchiv 1955
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